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Liedtext

Loreley

V.R.E.K.A. Sagen, Salz & Sehnsucht Deutsch
Auf kaltem Stein, hoch überm Rhein, saß sie im blassen Mondenschein. Ihr Haar fiel hell, ihr Blick war bleich, hinab ins schwarze Wasserreich. Dort nahm die Flut vor langer Zeit den Liebsten mit in Ewigkeit. Kein Grab, kein Mal, kein letzter Stein — nur schwarzes Wasser, nur der Rhein. Komm zurück, mein Herz, komm heim, ich wart auf dich am Felsenstein. Komm zurück aus Nacht und Flut, mein Herz verbrennt in alter Glut. Sie sang nicht stolz, sie sang nicht kalt, ihr Lied war leis, ihr Schmerz war alt. Doch wer im Boot vorüberfuhr, der hörte ihre Stimme nur. Die Schiffer sahn nicht Fels noch Grund, sie sahn hinauf zu ihrem Mund. Der Rhein zog schwarz, der Wind ging schwer, und manches Schiff kam niemals mehr. Loreley, Loreley, du rufst den Einen durch die Nacht. Loreley, Loreley, und fremde Herzen sind erwacht. Loreley, Loreley, dein Lied geht weit über den Strom. Loreley, Loreley, wer ihm folgt, kommt nicht davon. Ich rief doch nur nach dir allein, mein Liebster tief im dunklen Rhein. Ich sang ins Wasser, Nacht für Nacht, und hab kein Unheil je gedacht. Am Morgen lag der Fluss so still, als ob er nichts verraten will. Sie sah hinab und weinte leis, ihr Herz war kalt, ihr Haar war weiß. Sie ahnte nicht in ihrer Pein, wer ihrem Lied verfiel im Rhein. Sie sang aus Liebe, sang aus Leid — und blieb gefangen in der Zeit. Loreley, Loreley, du rufst den Einen durch die Nacht. Loreley, Loreley, du rufst den Einen durch die Nacht. Loreley, Loreley, dein Lied geht weit über den Strom. Loreley, Loreley, wer ihm folgt, kommt nicht davon.